Energie sparen dank Bewegungsmelder

Licht, genau dann, wenn man es braucht: Bewegungsmelder sind eine wirklich praktische Erfindung und dabei längst keine teuren Hightech-Gadgets mehr. Doch darüber hinaus können Sie mit den kleinen Lichtquellen auch noch Geld sparen. Wie das geht, worauf Sie beim Kauf eines Bewegungsmelders achten sollten und wo Sie ihn am besten anbringen, erfahren Sie hier!

Innen- versus Außenbereich

Der klassische Einsatzort für Bewegungsmelder liegt im Außenbereich. Sei es der Hauseingang oder die Garage, automatisch aktiviertes Licht ist eine gängige Methode, sich nachts zurechtzufinden. Aber auch im Innenbereich macht es durchaus Sinn, Bewegungsmelder anzubringen, denn mit richtiger Planung bedeutet das nicht nur mehr Komfort, sondern darüber hinaus geringere Stromkosten.

Warum senken Bewegungsmelder die Stromkosten?

Hohe Stromkosten entstehen einerseits durch die Art der Lampen im Innenbereich. Halogen-Leuchten sind zum Beispiel regelrechte Energiefresser, während sparsame LEDs  schon deutlich geringere Kosten verursachen. Auch die effizienteste Lampe kann jedoch teuer werden, wenn man vergisst, sie auszuschalten.

Das Licht auszuschalten ist in der Theorie ein ganz logischer Schritt, in der Praxis sieht es allerdings oft anders aus: Schon ein kurzer Abstecher in den Keller, nach dem man erst am nächsten Tag bemerkt, dass man das Licht angelassen hat, verursacht unnötige Zusatzkosten.

Bewegungsmelder hingegen aktivieren Leuchten in einem Bereich nur dann, wenn sie wirklich gebraucht werden. Nach einer individuell festgelegten Zeitspanne schalten sie das Licht von selbst wieder ab. Kritiker merken aber oft an, dass die Melder auch im Standby-Modus Strom verbrauchen und daher nicht viel günstiger sind.

Allerdings kommt es immer auf das Modell an, denn in vielen Fällen ist der jährliche Stromverbrauch eines Bewegungsmelders trotz Standby-Betrieb trotzdem niedriger als die Kosten einer durchschnittlichen regulären Beleuchtung mit Schalter. So können pro Jahr bis zu einem Viertel der Kosten gespart werden.

Einsatzbereiche: Hier hilft der Bewegungsmelder

Neben dem Kostenersparnis stehen ohne Frage die ganz praktischen Gründe, die für Bewegungsmelder im Innenbereich sprechen. Die selbstaktivierende Beleuchtung kann einen großen Unterschied machen, wenn man zum Beispiel nachts unterwegs ins Bad ist.

Geht das Licht von alleine an, besteht keine Gefahr, sich schmerzhaft an Möbeln zu stoßen, zu stolpern oder im schlimmsten Fall sogar die Treppe herunterzufallen. Übrigens: Über das praktische Licht freuen sich auch Ihre Gäste, die vielleicht nicht wissen, wo der Lichtschalter ist und sich im Dunkeln vorsichtig vorantasten müssen.

Entscheidet man sich für eine Beleuchtung im Innenbereich, die durch einen Bewegungsmelder gesteuert wird, sollte man vor allem auf eines achten – die damit gesteuerten Lichter sollten nicht zu hell sein. Allgemeine Deckenbeleuchtung im Bad, schlichte Flurbeleuchtung, Wohnzimmer-LEDs an der Decke oder aber auch Treppenhausleuchten sollten dezentes Orientierungslicht abgeben. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch sympathischer als extrem helle Lichtquellen, die immer an und ausgehen. Diese könnten nämlich umliegende Bereiche unnötig stark beeinflussen. Es kann nämlich ganz schön nervig sein, wenn man sich im Wohnzimmer aufhält und sich im anschließenden Flur ständig starkes Licht ein und ausschaltet.

Tagsüber sind Bewegungsmelder ebenfalls praktische Helfer im Alltag. Wenn Sie zum Beispiel schon einmal mit vollen Einkaufstüten nach Hause gekommen sind und keine Hand für den Lichtschalter frei hatten, wissen Sie: Mit dem Ellbogen den Schalter zu treffen, ist nicht so einfach. Deutlich angenehmer ist es, wenn das Licht ganz von alleine aktiviert wird.

Zu guter Letzt geben Bewegungsmelder auch ein Gefühl der Sicherheit, denn Sie wirken abschreckend auf Einbrecher. Und sofern Sie den beleuchteten (Außen-)Bereich im Zweifelsfall einsehen können, werden Sie sofort selbst aufmerksam, wenn das Licht aus keinem ersichtlichen Grund angeht.

Arten von Bewegungsmeldern

Die wohl gängigste Art der selbstaktivierten Beleuchtung ist der Passiv-Infrarot-Melder, abgekürzt PIR. Die Temperaturverhältnisse sind hier der auslösende Faktor: Der Bewegungsmelder registriert vermehrte Wärmestrahlung, sobald man sich ihm nährt.

Eine Alternative bieten Radar-Bewegungsmelder. Sie reagieren nicht auf veränderte Temperaturen, sondern aktivieren die Beleuchtung dann, wenn die Energie reflektiert wird, die sie selbst abstrahlen. Der Vorteil von dieser Methode ist, dass kleine Haustiere wie Katzen nicht automatisch das Licht auslösen und somit unnötig Strom verbrauchen bzw. lästige Schaltorgien verursachen.

Bewegungsmelder können auch mit Kameras verbunden sein: Sobald auf dem erfassten Bildbereich eine Bewegung erfolgt, wird eine Reaktion ausgelöst. Das kann entweder Licht sein oder aber die Videoaufzeichnung bzw. ein (Alarm-)Geräusch. Kamera-Melder sind in der Regel aus sicherheitstechnischen Gründen im Einsatz.

So wählt man den passenden Bewegungsmelder

Wie eingangs erwähnt, will ein Bewegungsmelder clever gewählt sein, um wirklich ein Ersparnis zu ermöglichen. Das erste Auswahlkriterium ist deshalb die Größe des Raumes: Braucht man mehrere Melder, sodass die Anschaffungskosten höher ausfallen als erwartet?

Der zweite wichtige Punkt ist die Anbringung. Bewegungsmelder können entweder an der Zimmerdecke oder an der Wand montiert werden und erfüllen dementsprechend unterschiedliche Zwecke. Wenn der ganze Raum ausgeleuchtet werden soll, empfiehlt sich die Anbringung an der Decke, sollen aber nur einzelne Abschnitte beleuchtet werden, bewirkt die Wandmontage mehr. Außerdem können Bewegungsmelder auch in Schalterdosen installiert werden. Dies bietet sich an, wenn man einen Bewegungsmelder nachrüsten und keine zusätzlichen Kabel verlegen möchte. Diese sind meistens besonders kompakt und unauffällig.

Ebenso wichtig ist der Eigenverbrauch des Bewegungsmelders. Denn hier gibt es durchaus Unterschiede; und ist der Stromverbrauch im Standby-Modus unverhältnismäßig hoch, fällt das Ersparnis gleich deutlich niedriger aus. Werfen Sie also vor dem Kauf unbedingt einen Blick in das Datenblatt, um ein sparsames Modell zu finden.

Zu guter Letzt kann man auch Leuchten mit integrierten Bewegungsmelder installieren. Wir empfehlen das nur als letzten Ausweg, da ein solches Gerät im Optimalfall immer unabhängig von der Leuchte arbeiten sollte. Leuchten mit integrierten BWM lassen sich häufig auch nicht reparieren, da die Teile nicht einzeln erhältlich sind.

Falls man dies aber doch möchte, lassen sich sogar Bewegungsmelder in den Leuchten nachrüsten. Es gibt z.B. kleine Mikrowellensensoren, die in runden Leuchten oder Schirmen bei der Stromversorgung der Leuchte untergebracht werden können und sehr zuverlässig arbeiten.

Einstellungen anpassen

Die meisten Bewegungsmelder können dank verschiedener Einstellungen individuell angepasst werden. Selbst einstellen lassen sich zum Beispiel die Dauer der Beleuchtung, die Reichweite sowie der Abdeckungsbereich.

Mit letzterem Punkt wird der beleuchtete Bereich genau festgelegt, sodass das Licht nur dorthin fällt, wo es auch benötigt wird. Ein Abdeckungsbereich von 180 Grad etwa eignet sich gut für die Flurbeleuchtung, da so ein länglicher, schmaler Raum optimal erhellt wird. Der 90-Grad-Winkel hingegen ist gut geeignet für den Haustürbereich.

Fazit: Komfortable Beleuchtung für weniger Geld

Natürlich sind auch Bewegungsmelder und die von ihnen ausgelöste Beleuchtung nicht ganz umsonst. Bei geschickter Platzierung und einem klug gewählten Modell können die Melder aber durchaus ein Kostenersparnis für Sie bedeuten.

Sowohl für die Innen-, als auch Außenbeleuchtung  bieten Bewegungsmelder Komfort, indem sie den Griff zum Lichtschalter unnötig machen und darüber hinaus nicht abgeschaltet werden müssen. So vergessen Sie nie wieder, das Licht auszumachen – und freuen sich darüber spätestens dann, wenn die nächste Stromrechnung kommt.

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