4 Tipps, wie man mithilfe von Licht eine Wohlfühloase im Bad schafft

Das Badezimmer ist ein viel besuchter Ort. Hier beginnt in der Regel der Tag und endet auch dort. Entsprechend wohl sollten Sie sich darin auch fühlen, damit die morgendliche Routine nicht zur Qual wird und die Abendstunden im Bad zum Runterkommen einladen. Neben der Gestaltung des Badezimmers an sich, ist auch die richtige Ausleuchtung dieses Zimmers sehr wichtig. Je nach Auswahl des Lichts kann dieses nämlich hart und aufregend oder sanft und beruhigend wirken. Mit den folgenden Tipps schaffen Sie sich eine angenehme Wohlfühlatmosphäre im Bad.

#1: Die richtige Lichtfarbe

Ein besonders wichtiger Punkt, der Auswirkungen auf unser Befinden hat, ist die Farbe des Lichts. Bläuliches Licht wird vom menschlichen Auge meist als recht kühl empfunden, aber es wirkt dank seiner tageslichtähnlichen Optik auch ermunternd, weshalb es vor allem in den Morgenstunden wahre Wunder bewirken kann. Sollte bläuliches Licht für Sie nicht in Frage kommen, ist neutral weißes Licht ein guter Kompromiss. Besonders für die Spiegelleuchte eignet es sich sehr gut, da es an und für sich Farben und Töne neutraler darstellt als besonders kühle oder warme Lichtfarben.

Am Abend hingegen wirkt bläuliches Licht künstlich aufputschend und hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Hier sollten Sie lieber auf rötliches Licht setzen, welches Behaglichkeit und Wärme ausstrahlt, wodurch es sich perfekt zum Abschalten vor dem Schlafengehen eignet.

Natürlich ist die Färbung hier eher subtil gehalten und Sie sollten sich das Licht nicht so vorstellen wie das einer Leuchtreklame. Die Färbung bewegt sich innerhalb des Rahmens von weißem Licht. Das rötliche, warme Licht von Glühlampen nennt sich zum Beispiel Warmweiß, während das bläulichere Licht je nach Intensität entweder Universalweiß oder Tageslicht genannt wird.

Im Idealfall leuchten Sie also Ihr Badezimmer mit Lampen aus, deren Farbintensität sich zum Beispiel mithilfe eines Reglers verstellen lässt. Sie können natürlich auch auf richtig farbiges Licht aus LED-Lampen setzen, um je nach Gefühlslage verschiedene Stimmungen zu erzeugen. Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

TIPP: Wollen Sie sich einen Spiegel mit integrierter Beleuchtung zulegen, schauen Sie sich diesen unbedingt zuvor an. Die Lumenangaben sind häufig falsch, die Lichtfarben häufig sehr extrem und die Farbwiedergabe schlecht. Da die eingesetzten Strips häufig nur indirektes Licht abgeben (z.B. nach oben und unten, oder rundherum) sind sie zwar wunderschön, aber wenig geeignet um sich auf den Tag vorzubereiten.

#2: Die richtige Lichtart fürs Badezimmer

Wenn die Frage nach der richtigen Farbe geklärt ist, widmen wir uns der Frage, auf welche Art Ihr Badezimmer zukünftig ausgeleuchtet werden soll. Man unterscheidet primär drei Arten von Licht:

  • Allgemeinbeleuchtung: Diese erhellt den Raum und sorgt für Orientierung. Sie erzielen sie beispielsweise mit Deckenleuchten, oder mit starken Spiegelleuchten

  • Platzbeleuchtung: Dieses Licht ist sehr direkt, wodurch es Sehaufgaben unterstützt. Es wird ansonsten in Form von Tisch- und Stehleuchten, aber zum Beispiel auch Möbelleuchten transportiert. Im Badezimmer wird dies durch flächige Spiegelleuchten für nahtlose Ausleuchtung des Gesichts, oder spezielle Schminkspiegel mit integrierter Beleuchtung realisiert.

  • Ambientebeleuchtung: Dieses Licht dient weniger der Beleuchtung an sich als dem Ambiente, weshalb es auch Stimmungslicht genannt wird. Dazu zählen beispielsweise Nischenbeleuchtung (z.B. in der Dusche), LED-Streifen, die in Vitrinen oder Bücherregalen, aber auch zum Beispiel unter dem Badewannenrand angebracht sind. Aber auch Deko-Leuchten wie Salzkristallleuchten zählen dazu.

All diese Arten der Beleuchtung haben ihre Vorteile, weshalb es stets eine gute Idee ist, sie zu kombinieren und je nach Ziel einzuschalten. Für die tägliche Morgenroutine, wenn Sie nur mal eben schnell duschen wollen, können Sie die Deckenleuchte im Bad einschalten. Fürs Schminken für eine wichtige Verabredung kommt hingegen eher die Platzbeleuchtung zum Einsatz, welche verhindert, dass Ihr Gesicht in unvorteilhafte Schatten gehüllt ist. Und das Stimmungslicht ist perfekt, wenn Sie nach einem langen, harten Arbeitstag einfach ein wenig in der Badewanne entspannen und die Strapazen des Tages mit einer atmosphärischen Beleuchtung hinter sich lassen wollen.

#3: Dekoleuchten gezielt einsetzen

Dekoleuchten zählen zur Gattung des Stimmungslichtes, weil sie nicht wirklich dazu da sind, den Raum zu erhellen, sondern eher, um eine gewisse Stimmung zu erzeugen. Hier haben Sie eine gigantische Auswahl an verschiedenen Leuchten, zum Beispiel in Form von Salzkristallleuchten, LED-Kerzen mit flackerndem Licht und zahlreichen leuchtenden Accessoires. Diese sind sicherer als Kerzen und auch langlebiger und zaubern aber ein ähnlich romantisches Licht.

#4: Sicherheit nicht vergessen!

Das Badezimmer wird nicht umsonst als Nasszelle bezeichnet. Hier herrscht in der Regel eine hohe Luftfeuchtigkeit und auch Spritzwasser lässt sich nicht immer vermeiden. Umso wichtiger, dass die verwendeten Elektrogeräte – wozu auch die eingesetzten Leuchten zählen – besondere Sicherheitsanforderungen erfüllen. Lassen Sie die Leuchten stets von einer Elektrofachkraft anbringen, die die Vorschriften für die Badbeleuchtung nach DIN VDE 0100 Teil 701 kennt.

Zur kurzen Erklärung: Diese Vorschrift unterteilt das Bad in 3 Schutzbereiche. Je höher die Feuchtigkeit, umso höher muss die Schutzart der Leuchte, der sogenannte IP-Wert, sein. Achtung: die benötigten Schutzklassen können sich von Land zu Land unterscheiden, dies ist lediglich eine Grundinformation:

  • Schutzbereich 0: In der Dusche oder Badewanne dürfen nur Leuchten mit Schutzkleinspannung bis 12 Volt und mit mindestens Schutzart IPX7 zum Einsatz kommen.

  • Schutzbereich 1: In der Nähe der Dusche oder Badewanne (bis 120 cm um den Brausekopf herum) und bis zu 2,25m senkrecht darüber dürfen nur Leuchten mit Schutzkleinspannung bis 12 Volt betrieben werden, welche zudem spritzwassergeschützt sind, also mindestens IPX4 aufweisen.

  • Schutzbereich 2: 60 cm angrenzend an den Schutzbereich 1 dürfen nur Leuchten mit mindestens IPX4 zum Einsatz kommen. Wenn Sie einen Duschkopf mit Strahlwasser, also zum Beispiel mit Massagefunktion, besitzen, müssen die Leuchten mindestens IPX5 aufweisen.

TIPP: Beleuchtete Nischen in der Dusche oder ober der Badewanne sind besonders schön und praktisch. Sie bieten eine praktische Ablagefläche für Seife, Schampons, Rasierer usw. und stellen gleichzeitig ein Highlight dar. Sie sollten bei der Planung des Bades bereits berücksichtigt werden, da es anschließend sehr schwierig bis unmöglich ist, diese nachzurüsten.

Das richtige Licht im Badezimmer trägt essenziell zum empfundenen Wohlfühlcharakter bei. Daher sollten Sie auch nicht nur auf eine harte Deckenleuchte setzen. Kombinieren Sie ruhig mehrere Lichtarten in unterschiedlichen Farbtönen miteinander und sehen Sie das Licht nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern setzen Sie es gezielt als Deko-Element ein. So kreieren Sie eine Atmosphäre im Badezimmer, in der Sie sich einfach nur wohlfühlen können. 

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